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BIRD'S-EYE VIEW!

May Half Term is over und das bedeutet, dass am Montag in den meisten Regionen Grossbritanniens die Schule wieder beginnt. Ergo müssen viele, die diese Woche ebenfalls hier waren, wieder nachhaaaaaaaaauuuuuuse. Unsere Ferien sind zum Glück noch nicht vorbei und wir sind gar nicht mal so unglücklich darüber, wenn in TR26 wieder etwas Ruhe einkehrt. Uns fehlen nämlich noch die Drohnenbilder mit dem karibischen Flair und wenn weniger Menschen unterwegs sind, können wir direkt auf «The Island» starten, ohne mit irgendwelchen Vorschriften in Konflikt zu geraten.

Wir sind Frühstücks-Menschen. Deshalb gehört ein Breakfast im Porthmeor Beach Café bei jedem Aufenthalt zu den absoluten Highlights. Insbesondere das «Build Your Own Breakfast» mit zwei Eiern «any style» und dem sensationellen Vollkorntoast als Basis ist schlicht der Knaller. Dazu gibt es eine lange Liste weiterer Köstlichkeiten, aus denen man nach Herzenslust auswählen kann. Wir sitzen gerade in einer kleinen Outdoor-Nische mit Blick auf den Strand und starten so perfekt in den Tag.

 

Ganz generell spielt das Frühstücksangebot in Grossbritannien nochmals in einer anderen Liga als vielerorts in der Schweiz. Natürlich bekommt man auch hier das klassische Full English Breakfast - vegetarisch und vegan inklusive - aber die Kreativität vieler Frühstückskarten ist beeindruckend. Da fällt die Entscheidung regelmässig schwerer als die Auswahl des Abendessens.

Üblicherweise achten wir beim Buchen darauf, dass in UK keine Schulferien sind. Dieses Mal ist uns das irgendwie durchgerutscht. Um ehrlich zu sein, war es aber auch spannend, St Ives einmal in diesem Ausnahmezustand zu erleben. In Kombination mit dem sensationellen Sommerwetter hatten wir zeitweise tatsächlich das Gefühl, irgendwo auf einer Karibikinsel gelandet zu sein. Sobald die Sonne auf den Atlantik trifft, erscheinen Blautöne, die könnte man im Malkasten kaum schöner mischen. Und nein, türkisfarbenes Wasser ist hier überhaupt keine Übertreibung.

 

Am eindrücklichsten sieht man das aus der Luft. Manche mit dem Flugzeug, andere mit dem Helikopter.Wir mit der Drohne.

Die maximale Flughöhe beträgt in Grossbritannien 120 Meter. Zudem darf weder über Menschenansammlungen geflogen noch in deren unmittelbarer Nähe gestartet oder gelandet werden. Für unsere Drohne benötigen wir ausserdem eine gültige Betreiberregistrierung sowie einen entsprechenden Kompetenznachweis. Kontrollen soll es regelmässig geben, erlebt haben wir bisher allerdings noch keine.

Heute passen die Bedingungen perfekt. Es sind nur wenige Menschen unterwegs und wir erhalten problemlos die nötige Flugfreigabe. Wir starten am äussersten Zipfel von St Ives und steigen direkt auf die erlaubte Maximalhöhe. Das machen wir bewusst so. In geringer Höhe hört man die Drohne deutlich und wir möchten weder jemanden stören noch verunsichern. Manche Menschen reagieren auf Drohnen deutlich entspannter als andere. Dazu gleich noch mehr.

 

Rund 500 Meter fliegen wir hinaus über den Atlantik und testen verschiedene Perspektiven. Danach folgt ein Überflug über «The Island» und während wir flugtechnisch bereits fast in Carbis Bay angekommen sind, passiert es: Wir machen den Shot unserer Shots. Bis heute waren wir überzeugt, dass unsere Aufnahmen vom Schilthorn nicht mehr zu toppen sind. Falsch gedacht.

Dieses eine Bild hat für uns persönlich sofort Gold-Status erreicht. Einer dieser seltenen Momente, bei denen man direkt weiss: Das ist etwas Besonderes.

Wir könnten das vermutlich sogar verkaufen. Ein Akku reicht ungefähr für 20 Minuten Flugzeit. Als es ans Landen geht, erwische ich allerdings versehentlich den falschen Befehl und beobachte plötzlich, wie die Drohne nicht zu uns zurückkehrt, sondern irgendwo anders ihren Landeanflug einleitet. Für einen kurzen Moment steigt mein Puls leicht an.

 

Unter der Drohne befindet sich nämlich eine kleine Gruppe Menschen, die einen Riesenspass daran hat, zur Kamera zu winken und allerlei Faxen zu machen.

Fotos entstehen in diesem Moment keine mehr. Sagen wir es diplomatisch: Ich hatte gerade andere Prioritäten. Nachdem ich die Situation eingeschätzt habe, breche ich das Manöver ab und übernehme die Steuerung manuell. Wenige Sekunden später ist alles wieder unter Kontrolle und wir holen unsere kleine Flugbegleiterin wie gewohnt sicher nach Hause.

 

Auch heute waren wir wieder einige Kilometer zu Fuss an der Küste unterwegs. Die täglichen Scrabble-Fights durften selbstverständlich ebenfalls nicht fehlen. Aktueller Zwischenstand: Unentschieden!

 

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